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360sw-Rundgang Schweinfurt: Marktplatz / Rathaus

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Der Marktplatz in Schweinfurt hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Bereits im 13. Jahrhundert gab es an dieser Stelle einen zentralen Handelsplatz, der als „Forum“ bezeichnet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich dieser Handelsplatz zu dem heutigen Marktplatz.

Im Mittelalter war der Marktplatz das wirtschaftliche und politische Zentrum der Stadt. Hier fanden Märkte, Feste und Versammlungen statt. Handwerker, Händler und Bauern kamen hierher, um ihre Waren zu verkaufen und zu tauschen. Der Marktplatz war auch der Ort, an dem Rechtsprechung stattfand und politische Entscheidungen getroffen wurden.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Marktplatz baulich weiter. Umgeben von historischen Fachwerkhäusern und repräsentativen Bauten wie dem Rathaus, prägt der Marktplatz das Stadtbild von Schweinfurt bis heute. Der gotische St.-Johannis-Kirchturm ragt über den Platz und ist ein markantes Wahrzeichen.

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Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Marktplatz stark zerstört und viele der historischen Gebäude gingen verloren. Nach dem Krieg wurde der Platz jedoch wieder aufgebaut und restauriert, wobei der historische Charakter weitgehend erhalten blieb.

Heute ist der Marktplatz ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Er dient als Veranstaltungsort für Märkte, Feste und kulturelle Ereignisse. Der Wochenmarkt, der regelmäßig auf dem Marktplatz stattfindet, bietet frische Lebensmittel und regionale Produkte an. Zudem sind Cafés, Restaurants und Geschäfte rund um den Marktplatz angesiedelt, die eine Vielfalt an gastronomischen und Einkaufsmöglichkeiten bieten.

Das Rückertdenkmal ist ein bedeutendes Denkmal, das sich auf dem Marktplatz in Schweinfurt befindet. Es wurde zu Ehren des berühmten Dichters Friedrich Rückert errichtet, der in Schweinfurt geboren wurde und als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 19. Jahrhunderts gilt.

An der Südseite des Marktplatzes erhebt sich das historische Rathaus, ein Gebäude von unschätzbarem Wert und Schönheit. Errichtet wurde es in den Jahren 1570-1572 vom Architekten Nikolaus Hofmann aus Halle/Saale und wird als eines der bedeutendsten profanen Renaissance-Bauwerke Süddeutschlands angesehen. Ursprünglich befand sich das Rathaus an einem anderen Standort in der Altstadt von Schweinfurt. Im Jahr 1525 wurde das Gebäude jedoch während des Deutschen Bauernkriegs weitgehend zerstört. Danach wurde das Rathaus an seinem heutigen Standort am Marktplatz wiederaufgebaut.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Rathaus mehrmals umgebaut und erweitert, um den wachsenden Anforderungen der Stadtverwaltung gerecht zu werden. 

Das Rathaus erlebte jedoch im Laufe seiner Geschichte auch schwere Rückschläge. Am 10. Juni 1959 brach ein verheerender Brand im Dachstuhl des Rathauses aus. Das Feuer breitete sich schnell aus und griff auf das gesamte Gebäude über. Die Flammen vernichteten große Teile des Rathauses, einschließlich des neugotischen Turms und der historischen Fassade.

Die Stadt Schweinfurt setzte nach dem Brand alles daran, das historische Gebäude originalgetreu wiederherzustellen. Es dauerte aber mehrere Jahre, bis der Wiederaufbau abgeschlossen war.

Das Schweinfurter Rathaus dient seit seiner Errichtung als Sitz der Stadtverwaltung und ist ein Symbol für die kommunale Selbstverwaltung. Es beherbergt die Büros des Bürgermeisters, des Stadtrats und verschiedener Verwaltungseinheiten. Das Rathaus ist auch ein Ort für offizielle Empfänge, Ehrungen und Veranstaltungen.



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